Literatur

Bücher sind ein wichtiges Element, um sich mit Inhalten auseinanderzusetzen, um sich Wissen anzueignen und sich mit neuen Themen und Gedanken bekannt und vertraut zu machen.

Bis vor fünfhundert Jahren wurden Bücher noch von Hand geschrieben. Sie waren kostbar und es gab wenige davon. Heute haben wir einen riesigen Schatz an Büchern zur Verfügung. Unsere Schwierigkeit ist eher die Menge, die den Überblick und die Auswahl schwierig macht.
Ich stelle Ihnen darum hier einige wenige Bücher vor, die ich als lesenswert einschätze, und kommentiere sie kurz.



Loser-Kalbermatten, Othmar: Kommunikationskompetenz.
Mitarbeiter erkennen und wirksam führen.
2. unveränderte Auflage Monsenstein und Vannerdat 2010
Das Buch endet mit folgenden Zeilen: "Sie leben in einer Welt, die Ihnen ganz viele Möglichkeiten und Optionen offen hält. Sie haben vieles erreicht. Wenn Sie auch noch über sich selber und über Ihre beruflichen und privaten Beziehungen in einer fruchtbaren Art reflektieren können: Was brauchen Sie mehr? Ich bin zutiefst davon überzeugt: Selbstreflexion ist die neue Kompetenz für das neue Jahrtausend."
Der Autor beschreibt das Persönlichkeits-, Kommunikatios- und Beziehungsmodell «Personality Patchwork» in der Umgebung von Teams und Unternehmen. Er zeigt auf, wie wichtig es für die erfolgreiche Kommunikation ist, die Persönlichkeitsmuster der Mitarbeiter und Kolleginnen zu erkennen und zu verstehen. Arbeitsklima und Leistung profitieren in hohem Masse. Das Wissen ist auch in den privaten Beziehungen sehr nützlich, im Kontakt mit der Partnerin, mit dem Partner und mit den Kindern. Das Modell stellt Worte und Begriffe zur Verfügung, um auch über sich selber nachzudenken und sich selber zu verstehen.
«Personality Patchwork» ist die führungsorientierte Weiterentwicklung des GFK-Charakterstrukturmodells, das Sabine Unger im folgenden Buch beschreibt.


Blitzlicht auf die Männerfrage. Dieses Interview mit Walter Hollstein gibt einen kurzen, prägnanten Ein- und Überblick zum aktuellen Stand der Männerfrage.


Unger, Sabine: Der Beziehungscode.
Charakterstrukturen erkennen - Muster verändern - Beziehungen verbessern.
Knaur Taschenbuch 2007
Das GFK-Charakterstruktur-Modell ist ein gut verständliches Persönlichkeitsmodell, das sehr hilfreich ist, wenn es darum geht, über sich selber und über die anderen nachzudenken. Über die Art, wie wir sind, wir wir die Kommuikation immer wieder abstürzen lassen und wie wir arbeiten. Es ist eine gute Hilfe, um mit der Partnerin oder dem Partner über anspruchsvolle Muster nachzudenken, wo es im Austausch immer wieder eng wird oder um zu verstehen, warum wir im Kontakt immer wieder irritiert sind.
Die Autorin beschreibt gut lesbar, anschaulich und verständlich die verschiedenen Muster. Im zweiten Teil des Buches gibt Sabine Unger viele Hilfestellungen und Anleitungen, wie man in der Paarbeziehung, aber auch in freundschaftlichen und beruflichen Beziehungen, das neu erworbene Wissen anwenden und umsetzen kann.
Sehr lesenswert!


Eric van Duijn: Hören Sie auf Ihr Herz.
Überzeugende Argumente für Sport im Ausdauerbereich.
4. Auflage 1999, SFr. 18.90
Dieses Buch beschreibt einfach, eindrücklich und überzeugend, wie wichtig ein regelmässiges Ausdauertraining für Körper, Geist und Seele ist. In der Körperpsychotherapie versuche ich zu vermitteln, dass wir auch etwas für unseren Körper tun müssen, um körperlich und seelisch gesund zu leben.


Fritjof Capra: Lebensnetz.
Ein neues Verständnis der lebendigen Welt.
Droemer TB 1999, SFr. 16.-
Fritjof Capra beschreibt in diesem Buch, wie sich die Vorstellungen über die Welt in den letzten Jahren verändert haben. Er führt die verschiedenen Ansätze zusammen und beschreibt eine ökologische Sicht der Welt.


Joachim Lempert / Burkart Oelemann: ...dann habe ich zugeschlagen.
Männer-Gewalt gegen Frauen.
DTV 1998, SFr. 16.-
Die Autoren sind seit vielen Jahren in der Männer-Arbeit in Hamburg engagiert. Sie wenden sich der schwierigen Problematik zu, wenn Männer gewalttätig sind. Sie beschreiben die Umstände der Gewalt und Lösungsmöglichkeiten.


Paramahansa Yogananda: Autobiographie eines Yogi
2001, SFr. 23.20
Yogananda (1893 bis 1952) war der erste spirituelle Lehrer, der 1920 in die USA ging, um dem Westen etwas von den Schätzen der Traditionen Indiens zu vermitteln. Das Buch ist unterhaltsam und spannend zu lesen. Yogananda öffnet den Lesenden wunderbare neue Räume im Kopf und im Herzen. Er sensibilisiert für die spirituellen Inhalte, die alle Religionen miteinander teilen, und er vermittelt eine Idee, was gelebte Religiosität auch noch sein könnte.


Bert Hellinger, Gabriele ten Hövel: Anerkennen, was ist.
Gespräche über Verstrickung und Lösung.
München, 1999, SFr. 36.60
Bert Hellinger versucht im Gespräch mit der Journalistin Gabriele ten Hövel, seine Einsichten in die unbewussten Kräfte zu beschreiben, die in Familien wirken. Manchmal ist es in Psychotherapien wichtig, den Fokus auszuweiten und durch Familien-Aufstellungen auch die Kräfte anzuschauen, die aus dem Familiensystem auf das Leben eines Menschen wirken.


David Bohm: Der Dialog.
Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen
Stuttgart 1998, SFr. 36.60
David Bohm hat mit seinem Dialog-Projekt eine neue Dimension in die Auseinandersetzung zwischen Menschen eingebracht. Wenn wir auf die Idee verzichten, dass es eine einzige Realität gibt, öffnen sich neue Möglichkeiten. Wir deklarieren unsere Ideen und Überzeugungen als unsere Ideen und Überzeugungen. Wenn wir damit im Dialog bleiben, dann ist es möglich, dass für die Beteiligten neue Einsichten und neue Erfahrungen sich zeigen, die ohne diesen Dialogprozess nicht möglich geworden wären. Sehr spannend.


Bernie Zilbergeld: Männliche Sexualität.
Was nicht alle schon immer über Männer wussten.
DGVT-Verlag, 1997, Fr. 29.-
Der Autor wendet sich mit seinem Buch den Männern und ihrer Sexualität zu. Dabei ist ein sehr engagiertes, anregendes Arbeitsbuch entstanden, das sich spezifisch an Männer richtet. Er beschäftigt sich mit den männlichen Mythen um die Sexualität, mit den Bedingungen, die auch wir Männer brauchen für befriedigendes sexuelles Erleben, aber auch mit Themen wie Ejakulationskontrolle und anderen Fragen der Männer.


Heimann, Julia; LoPiccolo, Leslie; LoPiccol, Joseph: Gelöst im Orgasmus.
Entwicklung des sexuellen Selbstbewusstseins für Frauen.
Verlag für Humanistische Psychologie, 1978, SFr. 33.-
Auch ein Arbeitsbuch, aber spezifisch für Frauen. Die wichtigen Themen und Probleme aus der Sicht der Frauen werden besprochen, und die Leserinnen können ein gut beschriebenes Übungsprogramm machen, um sich mit ihrer Sexualität zu beschäftigen. Die Frucht ist ein sexuelles Selbstbewusstsein für die Frau. Obwohl schon älter, ist das Buch immer noch aktuell.


Alexander Lowen: Liebe, Sex und Dein Herz.
rororo-Taschenbuch, SFr. 14.-
Alexander Lowen beschreibt aus der Sicht der Bioenergetik, wie ungelebte Liebe und Sexualität mit Herzproblemen wie z.B. Herzinfarkt zusammenhängen. Das Buch ist leicht zu lesen und aufschlussreich.


Margo Anand: Tantra oder Die Kunst der sexuellen Ekstase.
München 1995, SFr. 17.-
Die Autorin beschäftigt sich schon lange mit Tantra, diesem Weg für Fortgeschrittene, die in der Sexualität über die alltäglichen Erfahrungen hinausgehen möchten. Sie beschreibt die Möglichkeiten und gibt Anleitung zum Üben. Sehr anregend, aber auch anspruchsvoll, für Fortgeschrittene.